Grafen von Ilfeld-Honstein

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Wappen der Grafen von Honstein

Die Grafen von Ilfeld-Honstein (heute meist Grafen von Hohenstein) waren das bedeutendste Grafengeschlecht im Südharz und bewohnten die Burg Ilfeld, später den Honstein.

Im Ringen um die Herrschaft im Nordthüringer Raum hatten die Grafen nacheinander das Erbe seiner Standesgenossen in Kirchberg, Klettenberg, Scharzfeld, Rothenburg und Lauterberg angetreten und ihre Macht, von den Landgrafen begünstigt, auch über große Teile Mittelthüringens ausdehnen können. Teilungen des Territoriums, Fehden und frües Aussterben der Seitenlinien ließen jedoch Rechte und Geltung, wie sie um die Mitte des 14. jahrhunderts errecht waren, schnell wieder absinken und reduzierten den Umfang der Grafschaft schließlich auf den Bereich der früheren Komitate Klettenberg und Lohra. Als einzige Adelsfamilie des Südharzes hatten die Honsteienr auch in mittelalterlichen Chroniken eingehende Beachtung gefunden.[1]

Auch nach dem Aussterben des Geschlechts 1593, erhielt sich der Name „Grafschaft Hohenstein“ als Nordhäuser Landkreis (gegründet 1816) bis 1945 bzw. 1952. Das geschachte Feld im Wappen des heutigen Landkreises Nordhausen geht auf das Grafengeschlecht zurück.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Die Anfänge des Grafenhauses deuten noch nichts auf die später dominierende Stellung in Nordthüringen hin. Im Jahr 1154 führten die Urkunden zum ersten Mal einen Adelger von Ilfeld an. In der Folgezeit begegnen Adelger, seit 1155 als comes, und sein gleichnamiger Sohn in der Umgebung des Kaisers, der Erzbischöfe von Mainz und Heinrichs des Löwen. Nach 1180 traten an die Stelle des Herzogs die Landgrafen von THüringen.

Seit 1182 nannste sich das Geschlecht nach der Burg Honstein, bis 1188 nach wechselnd mit der älteren Herkunftsbezeichnung; nach Ilfeld bis 1181 sowie 1182 und 1188, nach Honstein seit 1182. In Ilfeld gründete es um 1189 ein Prämonstratenstift.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gelegentliche Erwähnung in der Erfurter Annalistik, vor allem Erwähnung in der Reinhardsbrunner Chonik.

Literatur[Bearbeiten]